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Wanderfahrer des KKP Bergheim/Sieg auf Tour Die Familienfahrt der Wanderfahrer des KKP ging in diesem Jahr am Christi-Himmelfahrtswochenende an die Wied. Von Mittwochabend bis Sonntagmorgen wurde das Standlager auf dem Campingplatz in Waldbreitbach aufgeschlagen. Insgesamt nahmen 14 Personen teil, davon 4 Kinder. Da Waldbreitbach nur ca. 50 km von Troisdorf entfernt liegt, variierte die Teilnehmerzahl an den Touren täglich. Nicht jeder konnte den Brückentag frei nehmen. Die Wied ist ein rechter Nebenfluss des Rheins und fließt mit flotter Strömung ab Hachenburg/Westerwald 140 km, bis sie in Neuwied in den Rhein mündet. Wir befuhren an 3 Tagen den Flussabschnitt von Neustadt bis Altwied. Obwohl der Wasserstand nicht optimal war, konnten diese Streckenabschnitte auch von Kanadiern und Zweiern befahren werden. Ab Neustadt fließt die Wied im offenen Flussbett mit teilweiser flotter Strömung dahin. Schwallstrecken wechseln sich mit Naturstufen und Wehren ab. Aufpassen musste man auf die vielen Steine und Felsen im Flussbett. Immer dann, wenn die Strömung die Boote in Kurven dicht an das Ufer drängte, gab es auch überhängende Äste und Sträucher, die das Durchkommen erschwerte. Auch gab es viele flache Stellen in der Wied, so dass es hier oft zu Grundberührungen und auch unfreiwilligen Ausstiegen kam. Am ersten Tag endete die Fahrt nach 20 km am Campingplatz in Waldbreitbach. Durchgefroren aber zufrieden über die erbrachte Leistung ging es unter die warme Dusche und für einige schon nach Hause.  Am zweiten Tag befuhren 3 Einer und 1 Zweier den Flussabschnitt von Waldbreitbach bis Altwied. Einige Erwachsene blieben am Zelt und die Kinder hatten am diesem Tag Gelegenheit auf fließendem Gewässer ihre Paddelkenntnisse zu vertiefen. Auch in ihrem weiteren Verlauf ist die Wied ein anspruchsvoller Kleinfluss. Ständig musste man aufpassen und obwohl die Landschaft dazu einlädt, sollte man nicht träumen, man wird hierfür sofort bestraft. Das Wehr am Ortsausgang in Waldbreitbach musste, mangels Wasser, umtragen werden. Das Hausen’er Wehr hat auf der linken Seite eine Fischtreppe, die an diesem Tag mit Einern noch befahren werden konnte, der Zweier konnte problemlos getreidelt werden. Das letzte Teilstück konnte nach wie vor achtsam, aber problemlos befahren werden. Da das Wehr in Altwied hier den Fluss staut, gleicht der Abschnitt zwischen Laubachsmühle und Altwied einem breiten Flussdelta. Ein angenehmer Ausklang für die 15 km lange Paddeltour. Am letzten Tag war die Temperatur deutlich milder und ab und zu ließ sich auch die Sonne blicken. Der richtige Tag um auch unsere Kinder (10 Jahre) das erste Mal mit auf die Befahrung eines Kleinflusses zu nehmen. Wir setzten diesmal in Roßbach ein und fuhren mit den Anfängern zunächst 6 km bis zum Campingplatz in Waldbreitbach. In Begleitung erfahrener Kanuten war dieses Teilstück für Kinder und Anfänger ideal, hier konnten sie lernen den Fluss zu lesen. Nach 1 Stunde hatten wir unser Ziel erreicht, ein Teil der Gruppe paddelte weiter bis Altwied, die Kinder hatten noch nicht genug und übten fleißig im Flusslauf am Campingplatz. Trotz des mäßigen Wetters waren sich alle einig, es war ein sehr schönes Wochenende und eine gelungene Vereinsfahrt. Iris Lülsdorf Wanderwartin |