Der Kanu-Klub „Pirat" Bergheim/Sieg, kurz KKP, wurde im Jahre 1926 in Troisdorf-Bergheim gegründet. Der furchteinflößende Name ist bis heute einmalig im Deutschen Kanu-Verband (DKV). Als Wettkampfsportarten werden Kanurennsport und Kanupolo ausgetragen. Doch auch der Kanuwandersport ist eine tragende Säule des Vereins. Unser Verein umfasst rund 200 Vereinsmitglieder, bestehend aus Jung und Alt.
Eines der größten Ziele unseres Vereins ist es, ein Gemeinschaftsgefühl
zu wecken und damit den Sport erfolgreich auszuüben. Besonders wichtig
dabei ist der Zusammenhalt über Generationen hinweg, die Jugendarbeit,
das gemeinsame Wegstecken der ein oder anderen Niederlage und natürlich
der Spaß am Kanusport.
So kommt neben dem Sport das soziale Vereinsleben natürlich auch
nicht zu kurz. Es stehen jährlich verschiedene Veranstaltungen, wie die Teilnahme am Bergheimer Rosenmontagszug oder das Sommerfest,
auf dem Programm.
Spritzendes Wasser, wirbelnde Paddel, wendige Boote und ein fliegender Ball: Das ist Kanupolo, das Mannschaftsspiel des Kanusports. Ein Teamsport bei dem zwei Teams mit je fünf Spieler/innen auf einer Wasserfläche von 23 x 35 Meter gegeneinander antreten. Die Spieler/innen sitzen in kleinen, wendigen Einerkajaks und versuchen den Ball mit der Hand oder dem Paddel in das gegnerische Tor zu bringen. Es wird mit fliegendem Torwart, zwei mal 10 Minuten gespielt.
Geschichtliche Überlieferungen besagen, dass das Ursprungsland des Kanupolosports Großbritannien ist. 1925 wurde Kanupolo in einer zivilisierten Form zuerst in Deutschland gespielt. Da früher das Polospiel in zerbrechlichen Faltbooten zu wahren Materialschlachten führte, verfiel dieser Sport wieder in den Dornröschenschlaf. Erst gegen 1967, mit der Einführung von Kunststoffbooten, wurde diese kanusportliche Disziplin wieder eingeführt und 1971 in Salzgitter mit den ersten Deutschen Kanupolo-Meisterschaften gekrönt.
Seit 1989, nun mehr als 25 Jahren, ist der Kanupolosport ein fester Bestandteil des Vereins. Inzwischen gibt
es eine Schüler-, eine Jugend/U21-, eine Damen-, zwei Herren- und eine Mixed-Mannschaft, welche an Wettkämpfen im In-
und Ausland teilnehmen. Sowohl das Damen- als auch das 1. Herren-Team spielen derzeit in der 2. Kanupolo Bundesliga.
Egal wie jung oder alt, ob Anfänger oder Profi, bei uns findet sich für jeden das
richtige Team.
Trainiert wird von den Oster- bis Herbstferien auf dem Eschamrer See. Für die Winterzeit stehen die
umliegenden Sporthallen zur Verfügung.
"Paddeln" heißt nicht "Rudern". Kanufahrer schauen stets nach vorn, während Ruderer mit dem Rücken zur
Fahrtrichtung im Boot sitzen. Kanuwanderer nutzen zwei unterschiedliche Ausprägungen des Kanus: „Kajaks" wurden
ursprünglich in Grönland von den Inuit bei der Jagd und zum Transport auf dem Wasser genutzt. Sie werden
üblicherweise mit dem Doppelpaddel gefahren. Die sogenannten „Canadier" kennen Laien aus den einschlägigen
Westernfilmen. Diese Boote werden mit einblättrigen Stechpaddeln gefahren. Kajaks gibt es als Einer oder Zweier.
Einer-Canadier sind eher selten. Wander-Canadier werden meist von mehreren Paddlern gefahren. Manche Vereine haben
auch große Canadier im Bestand, die locker 20 Personen aufnehmen können
Oft stehen neben Tagestouren auf dem Rhein und Kleinflüssen der näheren und weiteren Umgebung verschiedene
Paddler-Events auf dem Programm. Beliebte Veranstaltungen sind z.B. das jährliche NRW-Wanderfahrertreffen, das
„Blaue Band der Weser" in Minden, das „Schwarzer Falter" Treffen in Mecklenburg-Vorpommern oder auch einfach mal
die „BOOT" in Düsseldorf. Darüber hinaus organisieren die Wanderfahrer jedes Jahr verschiedene Gepäckfahrten über
mehrere Tage auf Seen und Flüssen in Deutschland und Europa. Manchmal schlagen die Piraten ihre Zelte einfach für
ein paar Tage bei anderen Vereinen auf, um von dort ihre Touren zu starten.
Die Wanderabteilung der Piraten ist eine kleine, aber dennoch (oder gerade deswegen) recht aktive Gruppe. Wenn Können und Gesundheit stimmen, kann im Prinzip jeder mit dem Kanu wandern - allein, zu zweit oder in der Gruppe. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Dementsprechend ist auch die Zusammensetzung der Wanderabteilung unserer Gruppe bunt gemischt. "Extrem"-Fahrer gibt es aber in unseren Reihen eher nicht. Richtige Wildwasser haben wir ja keine in der Nähe. Auch die Meere sind nur nach mehrstündiger Autofahrt zu erreichen. Trotzdem hat so mancher von uns das Eine oder Andere schon ausprobiert oder ist bereit, mit erfahrenen Paddlern Neues auszutesten.
Nur Sommerzeit ist Paddelzeit? Das stimmt so nicht. Ein richtiger Wanderpaddler lässt das für sich nicht gelten. Gerade die Kleinflüsse in unserer Umgebung führen eigentlich nur in den kühleren Jahreszeiten genügend Wasser, damit die berühmte "Handbreit Wasser unterm Kiel" vorhanden ist. Deshalb finden viele unserer Touren in den Monaten März bis Mai und im Herbst statt. In den Sommermonaten haben wir den Vater Rhein in unmittelbarer Nähe unseres Bootshauses und können unseren Trainingssee in Troisdorf-Eschmar nutzen.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Aktivitäten sind die familientauglichen Veranstaltungen. Hervorzuheben ist
hier das beliebte FamilienCamp der Piraten, das alljährlich während der Pfingsttage an wechselnden wassernahen
Standorten stattfindet. Alle Generationen genießen dabei gemütliche Paddelausflüge und Lagerfeuerromantik.
Auch das jährliche Sommerfest ist ein fester Termin im KKP-Kalender. Die Piraten begrüßen bei diesen
Veranstaltungen selbstverständlich gern interessierte Paddler, die (noch) nicht dem Verein angehören.
Die Wanderpiraten treffen sich meistens am letzten Freitag im Monat ab 19.30 Uhr im Bootshaus am
Nachtigallenweg, im Sommer aber auch gern mal am Trainingssee in Eschmar. Neulinge und Paddelinteressierte
sind bei diesen Terminen stets willkommen.
Kanurennsport gehört seit den Gründungsjahren zum Kanu-Klub Pirat.
Unsere Rennboote sind schmale, extrem kipplige Kajaks, die
eigentlich nur von Sportlern beherrscht werden, die diese Sportart als
Kind oder Jugendlicher erlernt haben. Späteinsteiger haben es meist sehr
schwer und benötigen viel Willen und Frustrationstoleranz um das
Gleichgewicht im K1 (Einer Rennkajak) zu halten und das Boot zu paddeln.
Anfänger können daher grundsätzlich erst ab Mai ihre ersten Versuche im
Boot unternehmen, da das Wasser und die Luft vorher meistens zu kalt
ist.
Nachdem es um den Rennsport - nach vielen erfolgreichen
Jahren - im letzten Jahrzehnt eher ruhig war, sind wir inzwischen wieder
eine große Gruppe von Rennsportlern, die meistens individuell
trainieren. Wir, das sind Sportler im Alter von 16 bis über 70 Jahren,
welche an nationalen und internationalen Regatten teilnehmen, oder
einfach nur zum Spaß und um fit zu bleiben trainieren. Unsere
Leistungssportler trainieren täglich unter unserem Trainer am Eschmarer
See und / oder im Kraftraum.
Bei den Wettkämpfen handelt es sich
überwiegend um klassische Flachwasserrennen, welche auf Strecken
zwischen 250 bis 5000 Metern ausgetragen werden. Darüber hinaus gibt es
Langstrecken- und Marathon Rennen, sowie Multisportwettkämpfe, welche
neben dem Langstreckenpaddeln auch noch Schwimmen, Laufen und Radfahren
beinhalten.
Der Eschmarer See bietet uns nahezu optimale
Trainingsbedingungen; laut unserem Trainer „zu gute Bedingungen". Auf
dem See haben wir Markierungsbojen, für Intervalltraining von 50-750 m
und in unserer Rennsporthalle liegen Vereinsboote vom K1 bis zum K4,
sowie zahlreiche Privatboote.
Nachtigallenweg 37, 53844 Troisdorf
Das erste Bootshaus liegt seit der Gründung des Vereins in
Troisdorf-Bergheim am Discholl, einem toten Siegarm direkt an der
Mündung der Sieg zum Rhein. Die Grundmauern wurden 1952 gebaut,
nachdem die alte Unterkunft der Piraten im 2. Weltkrieg zerstört
wurde. Seitdem wurde das Bootshaus immer wieder erweitert. Seit
1986 besitzt die Fischereibruderschaft ein Fischereimuseum in
einem Teil des Gebäudes.
Im Bootshaus befindet sich heute ein Restaurantbetrieb . Aus
dem Restaurant heraus, kann aus den großen Panoramafenstern der
schöne Discholl mit einem vor Anker liegendem Schiff der
Fischereibruderschaft besichtigt werden. Die einladenden
Sonnenterasse lockt mit einem bezaubernden Blick über den Siegarm.
Für die Kanuten befinden sich im Bootshaus Umkleiden, ein
Kraftraum und Unterstellplätze für die Wanderboote. Auch das
Vorstandszimmer ist in dem Gebäude untergebracht. Für die
"Regionale 2010" wurde der Gebäudeteil der Fischereibruderschaft
komplett um- und neugebaut.
Im kleinen Feldchen, 53844 Troisdorf
Das zweite Bootshaus hat seinen Standort am Eschmarer See, einer
alten Kiesgrube. Auf dem Eschmarer See trainieren die Rennsportler
schon seit den 70er Jahren und seit den 90er Jahren auch die
Kanupolosportler. Es gab schon in frühen Jahren ein Bootshaus aus
Holz welches aber 1982 tragischerweise mitsamt Booten bis auf die
Grundmauern abbrannte. Danach wurden die Boote in
Überseecontainern gelagert, bis es Anfang dieses Jahrhunderts zum
Bau eines neuen Bootshauses kam. Umbauarbeiten bzw.
Erweiterungsarbeiten sind nach wie vor im Gange. 2014 konnte ein
zweites Kanupolospielfeld angebracht und ein Steg rund um das
erste Spielfeld errichtet werden.
Im Bootshaus befinden sich die Rennsport- und die
Kanupoloboote. Zudem sind in dem Gebäude Umkleideräume, ein
Versammlungsraum samt Bar und angrenzender Küche sowie Räume für
die Jugend des Vereins. In den Nachbargebäuden sind sanitäre
Anlagen, eine Werkstatt und Wandersportboote untergebracht. Im Bau
befindet sich noch ein Kraftraum. Ein Teil des Gebäudes wird von
einem Tauchverein verwendet, welcher im See dem Tauchsport
nachgeht.
Eigentlich begann alles damit an, dass jemand die Idee zum Bau von Paddelbooten hatte...
Die geographische Lage Bergheims zwischen der gewundenen Siegmündung und dem Rhein bringt es mit sich, dass seine Bewohner sich schon immer zum Wasser hingezogen fühlten und fühlen. So war es auch nicht verwunderlich, als junge Bergheimer mit handwerklichem Geschick daran gingen, diese Idee in die Tat umzusetzen. Damit war der Grundstein für den Kanu-Klub „Pirat" Bergheim gelegt, auch wenn der Verein selbst erst später seine Geburtsstunde hatte.
Um genau zu sein, an einem Sonntag im Juni 1926. Da trafen sich 20 Männer - Johann Boss, Kaspar Schell, Konrad Breuer, Adolf Scholl, Heinrich Engels, Hans Siegberg, Johann Engels, Peter Siegberg, Johann Karp, Peter Stocksiefen, Josef Knipp, Jakob Walther, Heinrich Mundorf, Wilhelm Oepen, Christan Schneider, Johann Wipperfürth, Josef Siegberg, Johann Florin, Johann Schneider und Wilhelm Engels - zum Frühshoppen in der Gaststätte „Zur Linde" in Bergheim und gründeten den ersten organisierten Wassersportverein in der weiteren Umgebung. Das zeigte sich schon in der Besetzung eines funktionskräftigen Vorstands.
Das alles unter dem Namen „Pirat", zu dem es nur kam, weil ausgerechnet ein aktives Mitglied sein Boot auf diesen Namen getauft hatte. Bis heute ist der „Pirat" einmalig im Deutschen Kanu-Verband (DKV). Die ersten aktiven Mitglieder zahlten damals 25 Rpfg. und durch die, laut Kassierer, immer pünktlich bezahlten Beiträge, konnte ein Jahr später eine Wachbaracke der französischen Besatzungsmacht erworben werden. Diese musste allerdings in Bonn-Rheindorf abgebaut und nach Bergheim transportiert werden. In Gemeinschaftsarbeit konnte das Holzhaus über den Rhein nach Bergheim gefahren werden, wo man am oberen Teil des Discholls, am heutigen Nachtigallen Weg, das Grundstück der Geschwister Schneider für 8,- RM pro Jahr pachtete und das 1. Bootshaus des Kanu-Klubs auf Pfählen in den Berg setzte. Dort steht auch heute noch, rund 90 Jahre nach dem Bau des ersten Boothauses, eins von mittlerweile zwei Heimen der Piraten. [...]
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Unser Verein ist in mehrere Sparten aufgeteilt: Kanupolo, Kanuwandern und Kanurennsport. Als Mitglied stehen Dir natürlich jederzeit alle Sparten offen.
Die Kanuwanderabteilung fährt im Jahr mehrere Touren. Die
Pfingsttour ist dabei die Größte. Ca. 40 bis 50 Teilnehmer fahren
mit. Der Kanurennsport sucht derzeit einen Trainer. Vereinzelt
besuchen die sich selbst trainierenden Rennsportler noch Regatten,
hauptsächlich in NRW. Am meisten kommen die Kanupolospieler herum.
Sie besuchen pro Jahr 10 - 12 Turniere in ganz Deutschland und
Umgebung. Ein bis zwei davon sogar im europäischen Ausland.
Du hast noch kein eigenes Kanu? Kein Problem. Für den Anfang
kannst Du ein Vereinsboot nutzen. Der Verein verfügt zudem über
einen kleinen Hantelraum, einen Bootsanhänger, einen Vereinsbus,
einen See als Trainingsgelände und geschulte Trainer.
Ganz einfach! Entweder Du kommst einfach zu einem Training - am besten direkt Sportsachen mitbringen - oder Du wendest Dich an einen der entsprechenden Sportwarte. Für die ganz Entschlossenen haben wir unter "Downloads" unseren Mitgliedsantrag als Download im PDF-Format bereitgestellt. Einfach ausdrucken, ausfüllen und ab in die Post.
Anmeldung (PDF)Die Kündigung der Vereinsmitgliedschaft ist nur zum Ende eines Kalenderjahres in schriftlicher Form möglich.
| ab 18 Jahren | 140€ |
| 14 bis 17 Jahre *) | 100€ |
| bis 13 Jahren | 70€ |
| Mehrpersonenhaushalt **) | ab 210€ |
| Inaktive | 60€ |
Einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 30€ pro Antrag.
Auf der Vorstandssitzung am 17.02.2024 wurde ein neuer
Mitgliedsbeitragsschlüssel beschlossen. Der Jahresbeitrag und die
Aufnahmegebühr werden alle 2 Jahre (ungerade Jahre) in Höhe der
Teuerungsrate erhöht. Ob auf den halben Euro auf- oder abgerundet
wird, entscheiden die Vereinsmitglieder auf der
Jahreshauptversammlung.
Der Mitgliedsbeitrag wird Anfang des Jahres
eingezogen. Auch bei Vereinseintritt in der Mitte des Jahres wird
der volle Jahresmitgliedsbeitrag eingezogen. Für den Beitrag zählt
das Alter am 01.01. eines jeden Jahres.
Mitgliedsantrag zum Ausdrucken, Ausfüllen und Absenden.
Informationen zu den Mitgliedsbeiträgen (siehe oben).
Informationspflichten nach Artikel 13 und 14 DSGVO.
Schutzkonzept des Vereins.
Vereinssatzung.